Du planst eine Zeit lang im Ausland zu leben und eine fremde Kultur ganz authentisch kennenzulernen? Du möchtest nebenbei auch noch Geld verdienen, um dir somit deinen Aufenthalt zu finanzieren? Zu den Favoriten unter den Auslandsprogrammen, bei denen genau dies möglich ist, zählen wahrscheinlich das Work and Travel und Au-pair. Wenn du noch nicht ganz sicher bist, welches Programm für dich das Richtige ist, haben wir im Folgenden die Vor- und Nachteile beider zusammengetragen.

Work and Travel oder Au-pair

Zunächst solltest du dir aber bewusst machen, dass beide Programme sehr unterschiedlich sind und bestimmte Fähigkeiten und Charaktereigenschaften voraussetzen.

Work and Travel – jobben, reisen, Freundschaften schließen

Bei einem Work and Travel, also Arbeiten und Reisen, geht es vor allem darum, sich den Aufenthalt durch verschiedene Jobs unterwegs zu finanzieren. Dabei führt man meist Tätigkeiten im Gastronomiebereich, der Landwirtschaft, im Einzelhandel oder in der Tourismusbranche aus. Das Arbeiten ist sozusagen ein Mittel zum Zweck. Die meisten Work and Travel Teilnehmer übernachten in Hostels, da dies die einfachste und kostengünstigste Alternative ist. Vorteilhaft ist hier vor allem das hohe Maß an Flexibilität und Unabhängigkeit. Du kannst entscheiden, wie lang du in einem Ort bleiben möchtest und wohin es als nächstes gehen soll. Unterwegs triffst du eine Menge Backpacker aus den verschiedensten Regionen der Erde, knüpfst viele Kontakte und schließt sicherlich auch Freundschaften fürs Leben. Du kannst dich an einer Vielzahl von Jobs ausprobieren und sammelst jede Menge Arbeitserfahrung, wovon du auch zukünftig profitieren wirst.

Work and Travel auf der Farm

Für einen Work and Travel Aufenthalt musst du jedoch einiges an Eigeninitiative und Selbstständigkeit mitbringen. Schließlich bist du selbst für deine Jobsuche zuständig. Zu wählerisch solltest du nicht sein, denn sonst kannst du dir schnell die Chance auf einen Job verbauen. Um eine Unterkunft musst du dich auch selbst kümmern, sowie um deine Mahlzeiten. Du bist sozusagen für dich selbst verantwortlich. In den Ländern, in denen du eine Work and Travel Reise unternehmen kannst, wie z.B. Australien oder Neuseeland, gibt es jedoch sehr viele Jobmöglichkeiten, sodass du keine Angst haben brauchst, deine Reise frühzeitig beenden zu müssen. Da du unterwegs viele Gleichgesinnte treffen wirst, besteht auch stets die Möglichkeit, sich auszutauschen und wertvolle Tipps und Tricks zu erlangen.

Au-Pair – Familienleben, Kinder hüten und Kultur erleben

Wenn du liebend gern Zeit mit Kindern verbringst und du dich gerne um sie kümmerst, dann ist vielleicht ein Au-pair Aufenthalt das Richtige für dich. Für mindestens sechs Monate bist du Teil einer Gastfamilie in dem Land deiner Wahl, erlebst den Alltag aus nächster Nähe mit und arbeitest ganztags als Nanny. Ein großer Vorteil gegenüber eines Work and Travel Aufenthaltes ist hierbei, dass du einen festen Wohnsitz hast und du dir keine Gedanken über Kost und Logis machen musst, denn diese sind inklusive. Obendrein bekommst du auch noch ein Taschengeld für die Betreuung der Kinder. Du lernst die Kultur deines Gastlandes aus erster Hand kennen und befindest dich stets im Schutz der Familie.

Als Au-pair im Ausland

Nachteilig bei einem Au-pair Aufenthalt ist allerdings, dass du die gesamte Zeit bei deiner Gastfamilie lebst. Du bist also für mehrere Monate oder gar ein ganzes Jahr an ein und demselben Ort. Das kann jedoch auch sehr spannend sein, denn du bist in diesem Ort zu Hause und kennst dich bestens dort aus. Möglichkeiten, den Rest deines Gastlandes zu sehen, wirst du nur an den Wochenenden haben oder aber erst nach deiner Au-pair-Zeit, wenn du noch eine Rundreise eingeplant hast. Als Au-pair trägst du auch eine große Verantwortung, denn du bist eine wichtige Person im Leben deiner meist noch sehr jungen Gastkinder. Es wird sicherlich Tage geben, an denen du an deine Grenzen stößt, aber ganz gewiss wird dir die Arbeit auch sehr viel Freude bereiten.