Nachdem du dich für einen Work and Travel-Aufenthalt entschieden hat, stellt sich für die meisten die große Frage: Wie stelle ich es an?

So langsam findest du im Internet immer mehr Informationsquellen, die sich auch diesem Thema widmen – oft zum Leidtragen der Organisationen. Aus diesem Grund möchten wir das Thema an dieser Stelle völlig neutral besprechen.

Es ist kein Geheimnis, dass so gut wie alle Organisationen, die Work and Travel-Programme anbieten, kommerzielle, rein auf Profit ausgelegte Unternehmen sind. Das ist auch völlig legitim, da offensichtlich ein großer Markt mit einer interessierten Zielgruppe vorhanden ist. Wie in jeder anderen Branche, gibt es auch hier schwarze Schafe. Doch man sollte nicht alle Organisationen über einen Kamm scheren und sich ruhig die Leistungen empfohlener Anbieter anschauen. Natürlich sind die Grundleistungen bei den meisten Programmen identisch, doch gibt es kleine aber feine Unterschiede.

Fakt ist, dass man für den Service, unabhängig wie qualifiziert oder unqualifiziert er ist, einen gewissen Betrag zu zahlen hat.

An dieser Stelle gibt es ein paar grundsätzliche Fragen zu beantworten

  • Bist du in der Lage dein Work and Travel-Erlebnis selber zu organisieren?
  • Wenn ja, willst du das auch?
  • Oder möchtest du dich von einer Organisation Unterstützung holen? Und was kannst du dir leisten?

Die Antworten auf diese Fragen lassen sich nicht pauschal beantworten, sondern hängen sehr viel von deinen eigenen Vorstellungen, Ansprüchen und Voraussetzungen ab. Während für einige gerade die Herausforderung darin liegt, ein solches Projekt selber zu stämmen, verzweifeln andere schon beim Anblick der bevorstehenden Aufgaben, die es zu meistern gilt. Ob man sich bei der Durchführung seines Auslandsabenteuers letztendlich auf seine eigenen Fähigkeiten verlässt oder sich von einem Anbieter unter die Arme greifen lässt, hängt somit auch sehr von der eigenen Persönlichkeit ab.

Organisationen kosten Geld

Für den ein oder anderen spielt im Entscheidungsprozess auch der monetäre Aspekt eine entscheidende Rolle. Eine Work and Travel-Reise ist kein günstiges Unterfangen. Ungefähr 4.500,– € benötigst du bereits im Vorfeld, bevor es überhaupt losgeht.

Ein Hin- und Rückflugticket kostet je nach Saison und Ziel zwischen 900,– € und 1.300,– €. Zusätzlich musst du ungefähr 3.000,– € angespart haben, um überhaupt in die Zielländer einreisen zu dürfen. Sowohl Australien, Neuseeland und Kanada erwarten diesen finanziellen Nachweis. Des Weiteren entstehen Kosten für das Visum und eventuelle Anschaffungen für eine solche Reise. An dieser Stelle ist die Frage natürlich berechtigt, ob die Kosten für eine Organisation auch noch nötig sind.

Jobsuche mit Hilfe einer Organisation

Ganz entscheidend bei den Überlegungen im Vorfeld ist auch die Dauer des Aufenthalts. Je nachdem wie lange du deinen Work and Travel-Aufenthalt planst, benötigst du mehr oder weniger Geld bzw. bist du mehr oder weniger auf Jobs angewiesen.

Ob du durch eine Organisation schneller bzw. einfacher Jobs erhälst, als wenn du dich alleine durchschlagen musst, ist nicht mit Ja oder Nein zu beantworten. Die Erfahrungen sprechen diesbezüglich keine eindeutige Sprache. Es gibt immer wieder Fälle, in denen Teilnehmer von Programmen keine Jobs finden, dafür aber Individualisten die tollsten Jobs absahnen und umgekehrt. Eine Garantie gibt es anscheinend nicht.
Auch die Erfolgsquote bei der Arbeitssuche hängt von vielen Faktoren ab – hier spielen Persönlichkeit, Planung, Erfahrung, Kreativität, Flexibilität und vor allem Glück eine entscheidende Rolle