Du willst nach Australien und hast einen Flug mit ThaiAirlines oder AirAsia  gebucht und musst in Bangkok für ein paar Stunden zwischenlanden? Oder du planst absichtlich einen Stop Over in Thailands Hauptstadt, damit du kurz in die bunte Kultur eintauchen kannst?
Für jeden, der einen Boxenstopp in Bangkok einlegt – ob freiwillig oder nicht, haben wir hier ein paar Tipps für euch vorbereitet, um die Zeit gut zu nutzen. Informationen zu einem längeren Thailand Aufenthalt findet ihr hier.

Sitzender Buddha

Wer nur einen kurzen Aufenthalt in Bangkok gebucht hat, der kann zumindest behaupten, dass er einmal in Thailand war. Aber weiter als aus dem Flugzhafengebäude sollte man sich nicht bewegen, um den Anschlussflug nicht zu verpassen. 😉 Das muss man aber auch gar nicht, denn der Internationale Flughafen von Thailand, der übrigens „Suvarnabhumi“ heißt, ist eigentlich groß genug und bietet viele Möglichkeiten, um sich zu beschäftigen. Wie in jedem Flughafen gibt es natürlich den Duty Free Bereich, in dem man Parfüms, Spirituosen oder Zigaretten ohne Mehrwertsteuer erwerben kann. Doch Bangkoks Flughafen hat noch viel mehr zu bieten: Neben den altbekannten Designermarken, wie Gucci, Louis Vuitton und Co, werden auch handgefertigte thailändische Kunstwerke und Souvenirs verkauft. Auch Restaurants und Cafés gibt es zur Genüge. Wenn die Beine vom vielen Sitzen schwer geworden sind, bietet es sich ja geradezu an den 440 Meter langen Flughafen einmal zu erkunden. Oder aber man probiert eine traditionelle thailändische Fuß- oder Rückenmassage aus, die es bei Chang Foot Massage & Spa, einer thailändischen Spa-Kette, gibt. Alternativ kann man auch zum Friseur bei Tony & Guy gehen.

Tempel und Gebetsstätten in der Stadt der Engel

Für die, die aber planen etwas länger in Bangkok zu bleiben, um sich die Stadt anzuschauen, für die haben wir auch ein paar „Must Sees“ vorbereitet.
Bangkok ist bekannt für seine Tempel – es gibt nämlich 300 Stück in der ganzen Stadt. Einer der bekanntesten ist der Tempel Wat Prah Kaew, in dem der Smaragdgrüne Buddha, das religiöse Nationalheiligtum der Thais, steht. Auch der Wat Poh ist besonders, denn in diesem Tempel befindet sich eine 3 Meter lange mit Blattgold versehene Statue, die der „liegende Buddha“ genannt wird.  Besonders ist diese Statue nicht nur wegen ihrer Größe, sondern weil sie im Gegensatz zu den meisten Statuen nicht steht, sondern liegt.

Liegender Buddha

Wer lieber stehende Buddhas mag, der kann vor dem Tempel Wat Indrawihan einen 32 Meter hohen, goldenen Buddha, den Big Buddha, bewundern.
Ein weiterer schöner Tempel ist der Wat Arun, der Tempel der Morgenröte. Er befindet sich unmittelbar am Ufer des Chao-Praya Flusses und ist nicht zu übersehen, da seine Spitze 70m hoch reicht. Besonders bei Nacht, wenn der Turm mit der aufwendig aufgesetzten Porzellan Dekorierung angestrahlt wird, ist der Anblick atemberaubend.
Der Wat Benchamabophit sollte in unserer Aufzählung der Must-See´s nicht unerwähnt bleiben, denn er wurde aus weißem Marmor gebaut und wird daher auch Marmortempel genannt.
Zu bestaunen ist aber auch der imposante Große Palast, der für 150 Jahre der Wohnsitz des Königs von Thailand war.  Jetzt lebt dieser aber im Chitralada Palast. Trotzdem wird der Große Palast heutzutage noch für wichtige königliche Zeremonien, wie beispielsweise die Flugzeremonie im Mai, genutzt.

Tempel

Überall in der Stadt findet man kostbar mit Gold verzierte Schreine, die von den Thailändern sehr verehrt werden. Der Lak Mueang zählt auch dazu. Die religiösen Thailänder glauben, dass in diesen Stätten Geister wohnen, die die Stadt beschützen. Früher soll es dort auch Menschenopfer gegeben haben.

Bangkoks Stadtviertel

In Bangkok gibt es aber auch Attraktionen, die nicht so offensichtlich sind wie die mächtigen Tempeln und königlichen Gebäude aus altehrwürdigen Zeiten. In Chinatown zum Beispiel – Thailands chinesischer Gemeinde im Samphanthawong Viertel – findet man exotische Gewürze, Seidenstoffe, Gold- und Schmuckläden.  Auch wenn es dort sehr überfüllt ist, bekommt man einen kleinen Einblick in die chinesische Kultur. Außerdem kann man dort preiswert in den kleinen Garküchen oder Fischrestaurants essen.

In der Altstadt, dem Banglampoo Viertel, liegt die Khao San Road. Diese Straße wurde durch den Film „The Beach“ mit Leonardo Di Caprio bekannt und gilt als DIE Anlaufstelle für Backpacker. Kleine Restaurants, Bars und Kneipen, sowie Schmuck- und Straßenstände, Tattoo- oder Piercing Studios und Haarflecht- Stände säumen hier den Weg. Da es in der Khao San Road aber mehr und mehr touristischer zugeht, löst sich die „San Fransisco“ Atmospähre so langsam in Luft auf und wird durch internationale Ketten, wie ein 24h McDonalds ersetzt.
Für Elektroartikel, Möbel, Kosmetikstudios oder qualitativ hochwertigere Kleidungsstücke eignet sich das größte Einkaufscenter Thailands, das MBK. Mit seinen 8 Etagen hat es Platz für 2500 Geschäfte. Sogar ein Hotel, das Pathumwan Princess Hotel, ein Kino, eine Bowlingbahn und eine Karaoke Bar beherbergt das riesige Center.

Khao San Road

Ganz in der Nähe des MBK Shopping Centers ebenfalls im Viertel Pathum Wan befindet sich der Siam Square. Der Siam Square ist nicht nur geographisch gesehen das Herz von Bangkok: Es ist „the place to be“ im modernen Bangkok. Designer, Künstler, Studenten oder Fashionistas, die auf der Jagd nach neuen Trends sind, haben hier die Oberhand. In modischen Boutiquen mit ausgefallenen Kleidungsstücken und Accessoires, in Vintage und Retro Läden oder in kleinen Shops mit modern interpretierter Thaimode kann man nach Herzenslust shoppen und das ein oder andere Unikat ergattern. Siam Square ist sozusagen das Camden Town von Bangkok!

Wenn Shopping nicht so ganz eurem Interessengebiet entspricht, gibt es natürlich unendlich viele andere Möglichkeiten Thailands Hauptstadt zu erkunden. So kann man zum Beispiel einen kleinen Abstecher in das moderne Bangkok machen. Das Nachbarviertel von Pathum Wan ist das Banken- und Finanzviertel Bangrak, was übersetzt so viel heißt wie Ort der Liebe. In  Mitten Bangkoks stolzer und prunkvoller Bauten, der wuselnden Menschenmenge und der kleinen, bunten Läden und Garküchen, findet man dort riesige Skyscraper, die so weit in die Höhe ragen, dass man von der Sonne geblendet wird, sobald man versucht die oberste Etage auszumachen. 94 von Thailands 100 höchsten Wolkenkratzern stehen nämlich in Bangkok. Zur Rush Hour kann man hier wichtige Geschäftsleute aus ihren Büroräumen hechten sehen oder beobachten, wie die 8-spurige Fahrbahn sich so sehr füllt, dass der Verkehr nur noch ruckelnd weiterzieht.

Fluss Chao-Praya

Etwas Ruhe bekommt man auf einer Bootsfahrt in einem Klong. Auf diesen Booten kann man die Stadt vom Fluß Chao-Praya aus erkunden. Eine Tagestour zu dem schwimmenden Markt in Damnoen Saduak, ein Markt auf dem Wasser, ist mit Sicherheit auch ein schönes Erlebnis.

Um Bangkok gänzlich zu erkunden, braucht man sicher mehr als nur zwei oder drei Tage. Es gibt viele Reisende, die hier her zurückkehren und immer noch nicht alles gesehen haben. Wir hoffen, dass wir euch einen kleinen Überblick über die schönsten und sehenswertesten Spots geben konnten und auch, wenn ihr bei eurem Flug nach Australien gar nicht in Thailand stoppt, wisst ihr nun, dass es hier eine Menge zu sehen gibt!