Brighton ist eine der beliebtesten Seestädte Englands und sollte daher bei einem Work and Travel Aufenthalt in England auf jeden Fall auf der To-Do Liste eines jeden Backpackers stehen. Was man in einer Stadt, die als Künstler-und Studentenstadt gilt,  voller junger Menschen ist und direkt am Meer liegt, unternehmen und sehen kann, erfahrt ihr in unserem heutigen Artikel.

Brighton Seafront und HäuserfassadeCopyright: givingnot@rocketmail.com

Die Atmosphäre der Stadt ist einzigartig und lässt sich gar nicht so einfach beschreiben: Auf der einen Seite sieht man die wunderschönen Regency-Gebäude aus der alten viktorianischen Zeit, in der Brighton eine beliebte Sommerresidenz vieler Adliger und Reicher war. Auf der anderen Seite sieht man viele kleine Häuser, bunte Cupcake-Cafés, verwinkelte Gassen und junge Künstler und Studenten, die hipp und ausgefallen gekleidet sind – und das alles in einer Stadt, die – umgeben von kleinen Hügeln  – direkt am Ärmelkanal liegt. Brighton wird gerne „London-by-Sea“ genannt, da die kreative, künstlerische und tolerante Atmosphäre sehr an das moderne London erinnert.

Mit ca. 350 Sonnenstunden im Monat gehört Brighton zu einem der sonnigsten Orte Englands und das obwohl die Insel ja eher bekannt dafür ist, dass es öfter einmal regnet. Ganz anders verhält sich aber das Klima an der Südküste. Dort ist es sonnig und wärmer als in anderen Gegenden von England, was die Küste dem Golfstrom zu verdanken hat, der einen warmen Fön mit sich bringt.

Was kann man denn überhaupt an einem sonnigen Tag in Brighton so alles anstellen?

Wer noch nie in Brighton war, sollte natürlich erst einmal mit dem klassischen Sightseeing-Programm beginnen: Für die Fußfaulen unter euch eignet sich eine Tour mit dem roten Sightseeing-Bus, den ihr vielleicht schon aus London kennt. Auf dem obersten Deck kann man nicht nur die schönen Gebäude und interessanten Spots von Brighton bewundern, sondern sich auch die Sonne aufs Haupt scheinen lassen. Typische Sehenswürdigkeiten, die ebenfalls vom Bus angefahren werden, sind der Royal Pavilion, der im indischen Stil gebaut wurde und dem Prinzregenten George als Sommerresidenz diente; der Brighton Pier, die Brick Lanes und der Hafen von Brighton.

Der Royal Pavilion im indischen StilCopyright: davesandford

Die Reisenden unter euch, die lieber zu Fuß laufen, empfehlen wir vom Royal Pavilion durch die Lanes in Richtung Meer zu spazieren. Es gibt einmal die North Lanes und die South Lanes – kleine enge Gässchen mit kleinen Geschäften, die Schmuck, Accessoires, Kunst oder Mode verkaufen. Auch viele Restaurantbesitzer haben das urige Ambiente, welches die kleinen Straßen ausstrahlen, als idealen Standort ihres Restaurants auserwählt. Dieses Viertel war früher das Fischerdörfchen von Brighton und in den kleinen Häusern, in denen heute die Geschäfte sind, haben früher die Fischer mit ihren Familien gewohnt. Geht man durch die South Lanes kommt man direkt zum Strand. Es gibt zwar keinen Sand, aber auf dem Kiesstrand kann man sich ausruhen und ein bisschen Sonne tanken. Spaziert man ein Stück nach rechts, kann man von weitem schon den Brighton Pier sehen, auf dem ein Vergnügungspark mit Achterbahnen, Karussells und Gocart-Bahn zu finden ist.

The Lanes in BrightonCopyright: Hackworth

Zu Fuß oder mit dem Bus kann man an der Strandpromenade entlang laufen bis man zum Marina Village kommt. Dort liegt der Hafen von Brighton, wo aber eher teure Yachten als alte Fischkutter zu bestaunen sind. Es gibt auch ein paar Geschäfte, Eis-Läden, Cafés und Restaurants.

Auch die Umgebung von Brighton lohnt es zu erkunden. Sobald die Sonne ihr Gesicht zeigt, kann man einen Ausflug ins benachbarte Städtchen Eastbourne machen. Auf dem Weg dorthin kommt man nämlich an dem Seven Sisters National Park vorbei: ein riesiger Park mit Wiesen, steil abfallenden  Hängen und kleinen Bächen. Das Besondere an diesem Park ist aber nicht, dass er direkt am Meer liegt – wirklich spektakulär sind die sieben schneeweißen Kalksteinklippen, die meterhoch in die Höhe ragen und mit ihrem weißen Gestein einen deutlichen Kontrast zu dem blauen Wasser bilden.

Seven Sisters Nationalpark mit den weißen KalkklippenCopyright: veroniha

Fährt man noch ein Stückchen weiter bis nach Eastbourne, kommt man zu Beachy Head. Mit 162 Metern ist Beachy Head die höchste Kalkklippe in England. Auf einem kleinen Trampelpfad kann man bis an die Spitze der Klippe wandern und einen unglaublichen Ausblick auf das Meer genießen. Wagt man einen Blick in den Abgrund, sieht man am Fuße der Klippe auf einer kleinen Insel einen Leuchtturm, der anfahrende Schiffe warnt.

Beachy Head in der Nähe von BrightonCopyright: howzey

An Englands Südküste gibt es noch sehr viel mehr zu entdecken. Bei einem Work and Travel Aufenthalt lassen sich meistens nur die Städte, Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten besichtigen, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen sind. Sehr praktisch ist es da, dass man nicht nur den Urlaub online buchen kann, sondern auch viele Rundtouren und Tagesausflüge angeboten werden. Vor allem für Backpacker, die eben auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, ist das eine gute Möglichkeit ebenfalls abgelegenere Ziele zu erkunden.