Macht ihr eine Work and Travel Reise nach England, werdet ihr vermutlich die meiste Zeit in der aufregenden Metropole London arbeiten, da die meisten Jobangebote dort zu finden sind. Außerdem gibt es in London viel zu entdecken, von Sehenswürdigkeiten über Festivals bis hin zu den Menschen, die dort leben. Doch das einzige, was man in einer Großstadt wie London ab und zu vermisst, ist die Stille, die Natur und weite, unbebaute Flächen. Sollte euch also das hektische Gedränge, die nächtlichen Sirenen und der stinkende Verkehr zu viel werden, macht doch einfach mal einen Ausflug ins Grüne – nach Schottland! 😉

Irland: Loch Ness aus FlickR von Dave Stokes

In Schottland ist das Wetter zwar nicht unbedingt besser als in London, doch dafür sind Landschaft und Natur einzigartig und vielfältig: Es gibt Fjorde, Moorlandschaften, dichte Wälder, Berge, reißende Flüsse und Seen. Der berühmteste See in Schottland ist der Loch Ness, in dessen Tiefen (laut einiger vertrauenswürdiger Augenzeugen) ein Ungeheuer namens „Nessy“ lebt. Genau wegen dieser Legende lockt der See jährlich viele Touristen an, weswegen das kleine Städtchen Drumnadrochit sich ganz auf den Tourismus spezialisiert hat: In Museen erfährt man näheres über den See, das Ungeheuer und allgemein über Fabelwesen. Am Ufer des Loch Ness findet man auch Überreste des Urquhart Castle, welches schon im Jahre 1230 erbaut wurde.

Auch das Eilean Donan Castle ist von Wasser umringt und liegt gleich an drei Seen, dem Loch Duich, Loch Alsh und Loch Long. Bei Flut ist die Burg, die auf einer kleinen Landzunge liegt, vom Festland abgeschnitten und nur über eine mächtige Steinbrücke zu erreichen. Sie gehört zu den meist fotografierten Motiven in Schottland und war auch schon Kulisse für zahlreiche Filme, wie zum Beispiel „James Bond – Die Welt ist nicht genug“.

Irland: Eilean Donan Castle aus FlickR von Eglos

Eine weitere berühmte Burg ist das Edinburgh Castle, was inmitten der Stadt auf einem Hügel steht. Jeden Tag um 13 Uhr wird dort eine Kanone abgefeuert, was noch der alten Tradition aus Zeiten der Seefahrer entstammt. Auch das »Military Tattoo«, ein Militärmusik-Festival, findet jedes Jahr in und um die Burg herum statt.

Nicht nur Burgen und Festungsanlagen gibt es in Schottland. Auch malerische Schlösser wurden errichtet. Ein besonders schönes Schloss ist zum Beispiel das Dunrobin Castle: In dem ehemaligen Jungeninternat soll sogar einmal Königin Viktoria übernachtet haben. Heute ist es ein Museum, welches man zusammen mit der Gartenanlage, in der sich eine Falknerei befindet, besichtigen  kann.

Genug der Schlösser und Seen – was Schottland weiterhin so besonders macht, sind die Whisky-Brennereien. Diese kann man auch besichtigen und sich anschauen, wie Whisky gebrannt wird und die verschiedensten Spirituosen dort auch direkt kaufen. Bekannte Whisky-Brennereien sind die Glendfiddich Distillery, die Ben Nevis Distillery und die Oban Distillery.

Irland: Oban Distillery aus FlickR von tyo

Wer sich weniger für die heutige Zeit, sondern eher für die ersten Siedler interessiert, sollte einen Ausflug zu den Orkney-Inseln wagen. Dort gibt es unzählige Spuren neolithischer Siedlungen, wie beispielsweise Skara Brae, eine Siedlung, die älter ist als Stonehenge oder die Pyramiden. Orkney gehört zum Weltkulturerbe, denn neben Skara Brae gibt es noch einige weitere kleinere Siedlungen, ein großes Grab „Maeshowe“  und den Ring of Brodgar sowie die Standing Stones of Stenness. Der Ring of Brodgar und die Standing Stones of Stennes sind sogenannte „Henges“, die aus großen im Kreis aufgestellten Hinkelsteinen bestehen und zu neolithischer Zeit eine wichtige Bedeutung hatten.

Irland: Standing Stones of Stennesse aus FlickR von pigalle

Um sich Schottland genauer anschauen zu können, braucht man allerdings mehr als nur ein Wochenende. Am besten mietet man sich ein Ferienhaus oder kommt in einer Bed & Breakfast-Lodge unter und erkundet den nördlichen Teil Großbritanniens mit dem Bus oder Mietwagen.