Jobben und Reisen in Australien ist seit Jahren eine der beliebtesten Möglichkeiten für einen längeren Auslandsaufenthalt. Dieses Angebot bietet 18- bis 30-Jährigen die Möglichkeit bis zu 12 Monaten Down Under zu reisen und beinhaltet eine Arbeitserlaubnis für diverse Tätigkeiten. Somit kann man nicht nur länger vor Ort bleiben, sondern auch die Reisekasse immer wieder aufstocken. Ermöglicht wir das ganze durch ein Working Holiday-Abkommen zwischen Deutschland und Australien.

Visums-Antrag

Um das Working Holiday Visum zu bekommen, muss ein entsprechender Antrag bei der australischen Botschaft eingereicht werden. Diesen kann man mittlerweile bequem online ausfüllen und per Kreditkarte bezahlen. Momentan beläuft sich der Betrag auf 280,- AUD (zurzeit ca. 220,- Euro).

Um zeitlich nicht in die Bredouille zu geraten, empfiehlt es sich das Visum mindestens 8 Wochen vor geplanter Ausreise zu beantragen. Sobald das Visum genehmigt wurde, hat man ein Jahr Zeit um in Australien einzureisen. Zum Zeitpunkt der Visumsbeantragung muss man zwischen 18 und 30 Jahre alt sein, was konkret bedeutet, dass man das Visum vor Erreichen des 31. Lebensjahres erhalten haben muss. Die tatsächliche Einreise kann dann auch noch im Alter von 32 Jahren erfolgen.

Grundvoraussetzung ist die deutsche Staatsbürgerschaft oder die Staatsbürgerschaft eines der weiteren Abkommen-Länder. Zudem muss der Reisepass für die gesamte Dauer des Aufenthalts in Australien sowie weitere 6 Monate nach Rückkehr gültig sein. Da das Visum für 12 Monate ausgestellt wird und man das Visum theoretisch bis zu einem Jahr vor Einreise beantragen kann, sollte man frühzeitig auf die Gültigkeit des Reisepasses achten. Eventuell ganz zu Beginn der Planungen direkt einen neuen Reisepass beantragen, falls es zu Überschneidungen kommen könnte.

Sydney Harbour

Einreise

Die Visumsgenehmigung, die man per E-Mail erhält (nur bei Online-Beantragung), muss ausgedruckt und in den Reisepass gelegt werden. Wenn es dann soweit ist und die Einreise bevorsteht, kann es passieren, dass man einen Nachweis erbringen muss, dass man über 5.000,- AUD (zurzeit ca. 4.000,- €) verfügt. In der Regel genügt ein aktueller Kontoauszug auf dem der Name des Einreisenden steht. Bürgschaften von Eltern oder anderen Personen werden nicht akzeptiert.

Flugrouten und Tickets

Um nach Down Under zu gelangen, bleibt einem in der Regel nichts anderes übrig als in den Flieger zu steigen. Aber auch hier gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten. Mit welcher Airline man letztendlich Richtung Australien aufbricht, hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen natürlich vom Preis, aber auch von eventuell interessanten Stopover-Möglichkeiten. Bekannte Airlines sind zum Beispiel Emirates oder Singapour Airlines, die die lange Strecke mit einem Stop im Heimatland der Airline abwickeln. Qantas bietet Flüge (ohne Aufpreis) über Singapur an.

Die Tickets werden oft mit einem offenen Rückflugdatum gebucht. Manche Airlines buchen aber auch direkt ein festes Rückflugdatum ein. Da man allerdings oft noch nicht abschätzen kann, wann man den Rückflug dann wirklich antreten möchte, kann man bei fast allen Airlines den genauen Termin kostenfrei vor Ort ein- oder umbuchen.

Bondi Beach

Impfungen

Für Australien gibt es keine Impfvorschriften. Natürlich wird empfohlen die gängigen Impfungen wie Tetanus und Polio auffrischen zu lassen. Auch über eine Hepatitis-Impfung sollte nachgedacht werden. Grundsätzlich ist es ratsam sich mit dem eigenen Hausarzt oder dem nächstgelegenen Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen. Dort wird einem genau gesagt, welche Impfungen für die bevorstehende Reise benötigt werden.

Reiseversicherung

Da in Deutschland abgeschlossene Versicherungen in den seltensten Fällen auch im Ausland greifen, ist eine zusätzliche Reiseversicherung für einen längeren Auslandsaufenthalt ein Muss. Es gibt diverse Anbieter, die sich auf solche Reisen spezialisiert haben und mehrere Versicherungen in einem Paket abdecken. Ein mögliches Bundle wäre eine Reisekranken-, Reiseunfall-, Reisehaftpflicht-, Reisenotruf- sowie Reisegepäckversicherung.

Ayers Rock (Uluru)

Gepäck

Während eines Work and Travel-Aufenthaltes sollte der Aspekt des Reisens definitiv im Vordergrund stehen. So sieht es im Übrigen auch das Working Holiday-Abkommen vor. Und beim Reisen ist man nun mal viel unterwegs, weswegen man unbedingt darauf achten sollte, wie man sein Hab und Gut mit sich führt.
Fakt ist, dass sich der Rucksack als flexibelstes Tragesystem durchgesetzt hat. Nicht ohne Grund werden Work and Travel-Teilnehmer als Backpacker bezeichnet.

Einen solchen Rucksack erhält man in den verschiedensten Größen und Ausführungen in jedem gut sortierten Outdoor-Sportgeschäft. Da man den Rucksack relativ häufig ein- und auspacken wird, sollte man sich gut überlegen, was man alles mitnimmt. Bei den meisten Fluggesellschaften ist das Gewicht für aufzugebendes Gepäck auf 20 Kg limitiert. Ratsam ist es sogar diese Obergrenze gar nicht erst zu erreichen. Je nach körperlicher Verfassung und Größe sollte ein Rucksack maximal zwischen 10 und 15 kg wiegen, damit er auch mal über längere Distanzen getragen werden kann. Praktisch sind Rucksäcke, die sich auch von vorne öffnen lassen. Dies erleichtert einem den Zugang enorm und verhindert das tägliche Chaos, welches entsteht, wenn man nur oben eine Öffnung hat und das was man sucht sich ganz unten befindet.

Rucksäcke sind in der Regel sehr strapazierfähig und halten einiges aus. In Flugzeugen und an Flughäfen empfiehlt es sich jedoch, ihn noch mal komplett in eine entsprechende Nylon-Schutzhülle zu packen. Die schützt zum einen den Rucksack selber und verhindert, dass dieser sich auf den diversen Fließ- und Gepäckbändern verhakt.

Hilfreiche Gegenstände, die nicht im Gepäck fehlen sollten

Schlafsack, Moneybelt, Internationaler Führerschein, Taschenlampe (oder noch besser Stirnlampe), Taschenmesser, Reiseführer, Sonnenbrille, MP3-Player, Kamera, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Nähzeug, Flip-Flops, Kopfbedeckung, Badesachen, Handtücher, Sonnenschutz, Kleidung und Schuhe.

Was man nicht bzw. auf keinen Fall einpacken sollte

Zuviel Gepäck, einen Koffer, wertvolle Gegenstände, Lebensmittel, Medikamente und Drogen. Das Drogen im Gepäck nicht wirklich empfehlenswert sind, ist nicht verwunderlich. Aber auch die Einfuhrbestimmungen für Lebensmittel sind in Australien sehr streng. Ganz besonders schauen die Zollbeamten dabei auf verderbliche Lebensmittel wie Obst oder Käse. Selbst innerhalb Australiens kann man nicht ohne weiteres Obst zwischen allen Bundesstaaten mitführen.

Die normale Reiseapotheke sollte in der Regel aber kein Hindernis darstellen. Wenn man aber ständig Medikamente einnehmen und mitführen muss, sollte man sich besser beim Haus- oder Facharzt einen „medizinischen Pass“ ausstellen lassen. Dies ist erforderlich, weil einige Medikamente in vielen Ländern auf der Verbotsliste stehen. Für spezielle Anforderungen hilft folgende Webseite weiter: www.tga.gov.au