Ein Jahr Pause nach der Schule und erst mal für eine Weile nach Australien – das ist heute schon fast die Regel. Das hilft bei der Selbstfindung als unbedarfter Exschüler und peppt den Lebenslauf auf. Doch für viele endet das Auslandsjahr nicht mit einer Rückkehr zu Studium und Familie in Deutschland, sondern mündet in einer Auswanderung.

Strand

Von 2011 bis 2012 wurden 21 091 Work Holiday Visa an deutsche Staatsbürger ausgestellt. Das lässt nur erahnen,  wie viele junge Leute sich tatsächlich in den fünften Kontinent verlieben. Ein zweites Working Holiday Visum ist noch leicht beschafft. Wer in den 12 Monaten seines Visums mindestens drei Monate in der Landwirtschaft arbeitet, der bekommt ein zweites.

Doch was kommt danach? Für einen dauerhaften Aufenthalt müssen einige Hürden überquert werden. Ein permanentes Visum muss her. Informationen dazu gibt es viele, zum Beispiel auf der Webseite der australischen Einwanderungsbehörde und auf verschiedenen Migration-Blogs. Was sich im Netz ganz einfach anhört, lässt sich im wahren Leben aber meist nur sehr schwer umsetzen.

Hilfe gibt es deshalb bei Einwanderungsberatern, zum Beispiel den Mitarbeitern von AIM. Denn ein permanentes Visum zu bekommen, ist schwer. Karola Steffi ist staatlich registrierte  Einwanderungsberaterin bei AIM. Gebürtig in Deutschland, lebt und arbeitet sie seit mehr als 20 Jahren in Brisbane. Sie kennt sowohl die deutsche als auch die australische Mentalität. Und natürlich den Traum vom Auswandern, den sie ja selbst einst gelebt hat.

Philipp Hensler aus Deutschland schaffte den Sprung ins Ausland. Auch er bereiste Australien erstmals als Backpacker mit dem Working Holiday Visum. Danach gab es für Ihn kein Zurück mehr. Er schätzt die Hilfe, die er damals von der Einwanderungsberatung erhielt: „Es war eine große Hilfe für mich, dass ich gleichzeitig auf deutsch beraten und beim englischen Schriftverkehr unterstützt wurde.“ Sein permanentes Visum hat er jetzt in der Tasche. Das Gute beim permanenten Visum: Man muss nicht sämtliche Brücken in die Heimat abreißen, sondern kann die deutsche Staatsbürgerschaft behalten. So hat man eine Aufenthaltsgenehmigung für Australien, die einem ein Leben wie ein Einheimischer ermöglicht. Gleichzeitig kann man aber auch jederzeit nach Deutschland zurückkehren.

Phillip Hensler