Beide DGB-Tarifverträge sehen eine 35-Stunden-Woche vor, was zu einer Regelarbeitszeit von 151,67 Stunden im Monat führt. Die tatsächliche Arbeitszeit der Mitarbeiter wird entsprechend der tatsächlichen Wochenarbeitszeit im Anwenderunternehmen geregelt. Unterschiede zwischen der Standardarbeitszeit und den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden werden in Form von Zeitgutschriften in einem individuellen Arbeitszeitkonto (Arbeitszeitkonto) eingespart. Während die DGB-BZA-Vereinbarung die Einsparung von maximal 230 Stunden zulässt, beträgt die Grenze im DGB-iGZ-Vertrag 150 Stunden. Die Arbeitnehmer haben das Recht, sich für solche Stunden eine Auszeit zu nehmen. Die DGB-BZA-Vereinbarung ermöglicht zudem die Zahlung einer bestimmten Anzahl von Eingesparten in bar. Entsandte oder eingestellte Mitarbeiter müssen jedoch zusammen mit regulären Löhnen einen anteiligen Anteil an Sonderzahlungen für den Zeitraum zahlen, in dem sie gebucht oder eingestellt werden – in der Regel bereits bei jedem Monatslohn, auch wenn der Tarifvertrag die Zahlung eines Gesamtbetrags zu einem späteren Zeitpunkt vorsieht. Die Lohnsätze unterscheiden sich geringfügig zwischen den beiden Lohnvereinbarungen – siehe die nachstehende Tabelle. In beiden Fällen einigten sich die Tarifparteien darauf, dass die Beschäftigten in Ostdeutschland in allen Größenordnungen 13,5 % weniger erhalten als Arbeitnehmer in Westdeutschland. Die Arbeitnehmer haben per Gesetz Anspruch auf einen Zuschlag von 25 % für jede zusätzliche Arbeitsstunde. Ausnahmen gibt es, z.

B. wenn der Arbeitnehmer innerhalb eines bestimmten Zeitraums von drei Monaten eine Auszeit (im Verhältnis 1:1) nimmt, um die zusätzlichen Stunden zu kompensieren; in diesem Fall ist der Zuschlag für zusätzliche Stunden nicht fällig. Auch hier können Tarifverträge andere Regeln festlegen (z.B. die Zeit, ab der zusätzliche Stundenzuschläge fällig sind). Wenn z.B. der Tarifvertrag eine normale Arbeitszeit von 38 Stunden pro Woche und 1,5 zusätzliche Stunden als vom Zuschlag befreit vorschreibt, gilt dies entsprechend für Teilzeitbeschäftigte (d. h. 1,5 zusätzliche Stunden sind immer vom Zuschlag ausgenommen). Solange der Rechtsstatus einiger CGB-Mitgliedsverbände und ihr Rechtsanspruch auf Abschluss von Tarifverträgen vor Gericht angefochten werden, ist es unwahrscheinlich, dass die von ihnen abgeschlossenen Tarifverträge im Agenturarbeitssektor eine große Akzeptanz finden werden. Die wichtigsten Arbeitgeberverbände haben sich bisher für Verhandlungen mit dem DGB entschieden, aber es bleibt abzuwarten, welches der verschiedenen Tarifpakete die breiteste Tarifabdeckung erhält. Die Arbeitnehmer erhalten für jede geleistete Überstunden einen Lohnzuschlag von mindestens 50 %.

Arbeitnehmer, die sich auf eine Ausgleichszeit anstelle eines Zuschlags einigen, haben Anspruch auf 1,5 Stunden statt einer Stunde Überstunden. In vielen Tarifverträgen sind zudem höhere Zuschläge für die Nacht-, Feiertags- und Sonnzeit vorgesehen. Grundlage für die Berechnung der Zuschläge ist in der Regel der normale Stundenlohn (einige Tarifverträge haben auch hier günstigere Regelungen). Gesetzliche Feiertage in Österreich sind freie Tage, und alle Arbeitnehmer sind frei von der Arbeit, während sie weiterhin bezahlt werden. Tarifverträge für die einzelnen Sektoren können den 24. und 31. Dezember als Feiertage definieren. Weitere Feiertage sind Karfreitag für Mitglieder der lutherischen, reformierten und altkatholischen Kirche und der Tag des Sühnopfers (Yom Kippur) für Mitarbeiter der Israelitischen Religionsgemeinschaft. Viele Tarifverträge enthalten Regelungen, die eine Verlängerung der normalen Arbeitszeit auf mehr als 40 Stunden pro Woche (z. B.