Ein Streik kann ausschließlich von einer Gewerkschaft ausgerufen werden. Es kann nur als letztes Mittel verwendet werden, wenn andere Mittel zur Erzielung einer Einigung, insbesondere das Schiedsverfahren, erschöpft sind (Grundsatz der Vergänglichkeit). Die Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände haben sich größtenteils freiwillig auf die Pflicht geeinigt, vor einem Arbeitskampf verfahren zu sein, auch wenn es kein obligatorisches staatliches Schiedsverfahren gibt. Für ein solches Verfahren wird eine neutrale Person ernannt, die mit der Harmonisierung der umstrittenen Forderungen betraut ist. Für Massenentlassungen in Betrieben mit mehr als zwanzig Beschäftigten gelten besondere Vorschriften, die die Anhörung des Betriebsrats und die Erstellung eines Sozialplans erfordern. ARBEITSZEIT – Die Arbeitszeit wird durch mehrere Rechtsquellen wie das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) geregelt. Die Arbeitszeit darf in der Regel acht Stunden pro Arbeitstag nicht überschreiten. Die Arbeitszeit kann auf bis zu zehn Stunden pro Tag verlängert werden, ohne dass ein besonderer Grund erforderlich ist, wenn sie durchschnittlich innerhalb von sechs Monaten oder 24 Wochen acht Stunden pro Tag nicht überschreitet. Die Arbeitszeit muss nach mehr als sechs Stunden durch eine zuvor festgelegte Ruhepause (Ruhepause) von mindestens 30 min (45 min bei mehr als neun Stunden Arbeit) unterbrochen werden, die in Zeiträume von 15 min aufgeteilt werden kann.

Am Ende eines Arbeitstages muss es eine ununterbrochene Ruhezeit (Ruhezeit) von elf Stunden geben. Werktage sind Tage von Montag bis Samstag. Arbeiten an Sonn- und Feiertagen sind generell verboten. Es gibt jedoch einen umfangreichen gesetzlichen Katalog von Ausnahmen (z. B. Verkehr, Tourismus, Krankenhäuser, Restaurants). Was die persönliche Gültigkeit betrifft, so ist ein Tarifvertrag grundsätzlich verbindlich für diejenigen, die zum Zeitpunkt ihres Inkrafttretens Mitglieder der jeweiligen Gewerkschaft und des Arbeitgeberverbandes sind. Seine Regeln gelten somit für das individuelle Arbeitsverhältnis, wenn sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber gebunden sind (Art.

3 Abs. 1). Die Verpflichtung des Arbeitgebers reicht jedoch für die Anwendung von Gesetzlichen Normen im Zusammenhang mit betriebsrechtlichen Fragen oder der Betriebsverfassung aus (Art. 3 Abs. 2). (Quellen: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2019) Ein Arbeitnehmer, der die Gültigkeit seiner Kündigung anfechten will, muss innerhalb einer Frist von drei Wochen ab dem Tag, an dem er seine Kündigung erhalten hat, vor einem Arbeitsgericht einreichen. Ist das Gericht nicht davon überzeugt, dass die ordentliche Kündigung sozial gerechtfertigt ist oder die außerordentliche Kündigung aus wichtigen Gründen erfolgt, so kann es die Wiedereinstellung des Arbeitnehmers mit Gegenleistung anordnen, es sei denn, es hält eine solche Maßnahme für unpraktisch, in diesem Fall kann es dem Arbeitgeber eine Entschädigung anordnen, die in der Regel einem Monatslohn pro Dienstmonat entspricht, mit höchstens zwölf Monaten oder achtzehn Monaten, wenn der Arbeitnehmer älter als 55 Jahre ist und zwanzig oder mehr Dienstjahre hat. Jeder Tarifvertrag ist ein Vertrag, der aus zwei Teilen besteht (Art. 1 Abs. 1). Der erste Teil, teils vertragsrechtlich, befasst sich mit den Rechten und Pflichten der Vertragspartner. Die beiden Hauptverpflichtungen der Partner sind der Industrielle Frieden und die Pflicht, alle verfügbaren Mittel einzusetzen, um sicherzustellen, dass ihre Mitglieder das Abkommen einhalten.

Eine Schiedsvereinbarung (erklärt unter Streik und Aussperrungen) kann ebenfalls hinzugefügt werden. Der zweite Teil des Tarifvertrags legt Regeln für Arbeitsverträge, Betriebsfragen und die Betriebsverfassung im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes fest.