Wer „Work and Travel“  macht, der möchte auch beides tun: Arbeiten und Reisen. Das Reisen setzt nun wiederum voraus, dass man sich auch fortbewegen kann. Vor allem in den typischen Ländern Australien, Neuseeland und Kanada legt man dabei beachtliche Strecken zurück. Hier erfahrt ihr, welche Fortbewegungsmittel ihr dafür am besten nutzt.

Campervan in der Wüste

„Work and Travel“, das klang wie Musik in unseren Ohren, als uns klar war, wir würden sowohl unsere Eltern von den Vorteilen eines Auslandsjahrs überzeugen können, als auch selbst mit ruhigem Gewissen gen Ferne ziehen, weil unsere Reisekasse durch Nebenjobs aufgebessert werden würde.

Dass unsere Eltern eher an gehaltvolle Anstellungen dachten und wir an kurzzeitige Nebenjobs, das war nebensächlich. Denn das Wichtigste: Einmal im Ausland sind wir unabhängig. Wir können reisen, wann und wohin wir wollen und müssen nie so lange am gleichen Ort arbeiten, dass Alltag aufkommt.

Doch mit der neuen Unabhängigkeit kommt auch Verantwortung. Wie reist man am besten von A nach B? Einmal nachgefragt ergeben sich tausende Möglichkeiten. Man kann fliegen, mit dem Zug fahren, Bus fahren, sich ein Auto kaufen oder ein Auto mieten. All diese Möglichkeiten sind natürlich nicht für jeden geeignet. Die einen sind teurer, die anderen unpraktischer.

Zugbrücke Australien

Für einen Flug muss man schon gut bei Kasse sein, schließlich ist ein Inlandsflug in Australien so lang wie bei uns eine Urlaubsreise ans Mittelmeer. Zwar gibt es billige Fluggesellschaften wie Virgin, trotzdem muss man aber Glück haben, um einen wirklich günstigen Preis zu ergattern. Das mit dem Fliegen sollte man sich also gut überlegen. Ein weiterer Nachteil ist, dass man mit dem Flugzeug nicht wirklich reist, sondern nur von Stadt zu Stadt fliegt und nicht die Veränderungen der Landschaft mitansehen kann.

Dafür wiederum ist eine Zugfahrt bestens geeignet. Während man einen gemütlichen Sitzplatz hat, kann man die Landschaft vor dem Fenster beobachten. Das Manko ist auch hier wieder der Preis und die mangelnde Flexibilität. Denn auch wenn man mehrere Stopps hat, einfach spontan irgendwo aussteigen, wo es einem gerade gefällt, geht nicht. Der Zug als Transportmittel ist also für Reisende geeignet, die gerne einen festen Plan, genug Geld und auch Zeit haben.

Jeep Australien

Das gleiche gilt für Busreisen. Die weltweit verbreitete Firma Greyhound bietet Fernreisen in klimatisierten Bussen an. Auch sogenannte „Hop-on-Hop-off“-Pässe werden verkauft, mit denen man auf einer bestimmten Strecke so oft aussteigen kann, wie man möchte. Der Haken: Das Ticket ist nur für eine bestimmte Zeit gültig, allzu lange sollte man also nicht an einem Ort bleiben, wenn das Ticket rentabel sein soll. Auch hier gibt es zudem nur feste Strecken und Haltestellen. Eine gewisse Gebundenheit bleibt also auch beim Bus.

Die letzte Möglichkeit ist, sich selbst ein Fahrzeug zuzulegen, mit dem man – am besten mit ein paar guten Freunden – einfach drauflos fährt und die Route einfach spontan bestimmt. Natürlich kann man sich ein Auto oder einen Camper kaufen. Mit mehreren Leuten könnte man sogar ein preislich erschwingliches Auto ergattern. Das Praktische ist hier, dass man gänzlich ungebunden ist und nicht zu sehr auf den Zustand des Autos achten muss.

Campervan Australien

Vorsicht sollte nur beim Kauf geboten sein. Das Auto mag billig sein, aber das kann auch einen Grund haben. Am besten ist es, jemandem zum Kauf mitzunehmen, der sich mit Autos auskennt und das Gefährt vorher testet. Denn ist der Preis einmal bezahlt, gibt es kein Zurück. Auch wenn das Auto nach der ersten Kreuzung den Geist aufgibt, bekommt man das Geld nicht mehr zurück und muss noch mit höheren Gebühren für die Entsorgung rechnen.

Wem das Risiko zu hoch ist, der kann auch einfach die sichere Option Mietwagen ins Auge fassen. Der ist versichert und kann auch nur für kurze Zeit gebucht werden, danach muss man sich nicht mehr um Weiterverkauf oder ähnliches kümmern. Ein Mietwagen ist praktisch die Krönung der Flexibilität. Auch wenn das oft teuer erscheinen mag, so ist es für viele die bessere Lösung, denn vor allem in der Gruppe kann man sich die Miete gut teilen, ohne dass im Schadensfall ein Streit entsteht, wer wofür aufkommt.