Es war ein mal ein gewisser schottischer Historiker und Essayist namens Thomas Carlyle. Dieser Thomas Carlyle kämpfte Mitte des 19. Jahrhunderts für die Verwirklichung der Würde des Einzelnen – wie wir es gerade auch tun. Er gab also damals schon den Anstoß zu dem im heutigen Grundgesetz verankerten Grundrecht: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Während jedoch der Schutz der menschlichen Würde in Deutschland – zumindest bei deutschen Staatsbürgern – einigermaßen reibungslos eingehalten werden kann, sieht es auf anderen Kontinenten und in deren Ländern wesentlich schlimmer aus. Die Dritte Welt hungert, Menschen müssen unter katastrophalen Bedingungen leben und ihre Kinder versorgen, von Würde kann hier keine Rede sein. Ihr könnt helfen!

Freiweilligenarbeit: Projekte in Thailand

Viele Unternehmen, Portale, Vereinigungen und auch Kirchen bieten verschiedenste Projekte von Freiwilligenarbeit an: ob Afrika, Südamerika, Asien – die Menschen dort brauchen tatkräftige Unterstützung. Als freiwilliger Helfer übernehmt ihr wichtige Aufgaben auf den Gebieten des Sozial-, Natur- oder Tierschutzes. Dabei kommt es ganz auf euch an: wenn ihr gerne mit Menschen arbeitet und nicht an deren Not zerbrecht, dann würde euch vielleicht das Unterrichten von Kindern unterschiedlicher Altersklassen liegen; packt ihr lieber selbst mit an und scheut euch nicht vor harter Arbeit, dann könnt ihr in Thailand dabei helfen, Lehmhütten für die Bewohner dort zu  bauen. Egal, was ihr tut, ihr leistet einen ungemein wertvollen Beitrag für euer jeweiliges Gastland.

Freiweilligenarbeit: Projekte in China

Dabei könnt ihr entweder direkt in größeren Städten, beispielsweise bei einem Sozialprojekt in Kapstadt, oder aber im jeweiligen Einsatzgebiet, das oft etwas außerhalb liegt, arbeiten und wohnen. In sogenannten Workcamps seid ihr direkt vor Ort und seid quasi eine direkte Stütze für alle Beteiligten: ihr nehmt aktiv am Leben der Menschen dort teil und lernt die Bevölkerung und deren Ängste noch einmal mit einer verstärkten Intensität kennen. Für welche Art der Freiwilligenarbeit ihr euch auch entscheidet, wichtig ist, dass ihr mit anpackt – ob ihr mit Waisen aus China spielt und ihnen etwas Freude schenkt, oder ob ihr in Sri Lanca Tempel wieder aufbaut und den Einheimischen so einen Ort des Friedens schenkt, spielt dabei keine Rolle.

Freiwilligenarbeit: Tierprojekte in Südafrika

Voraussetzung ist einzig, dass ihr mindestens 18 Jahre alt seid – bei manchen Sozialprojekten auch erst ab 21 Jahren – und etwas Zeit mitbringt. Dabei ist die Dauer des jeweiligen Projekts abhängig von Gastland und Art der Freiwilligenarbeit. Informiert euch ausreichend im Vorfeld und wählt die für euch passendste Variante aus! Auch der Zeitpunkt ist entscheidend: natürlich bietet sich ein Auslandsaufenthalt besonders nach dem Abitur oder in den Semesterferien an, aber auch nach dem Studium oder nach einer kurzen Berufstätigkeit ist es nicht zu spät zu helfen. Die verschiedenen Projekte brauchen immer Unterstützung – je mehr, desto besser. Kaum erwähnenswert sind dabei die zahlreichen Vorteile, die euch die Freiwilligenarbeit bringt. Im Grunde sollte euch der Gedanke reichen, etwas sinnvolles und wahnsinnig wertvolles für die Welt getan zu haben, eine Leistung, die euch niemand absprechen kann. Natürlich entwickelt ihr euch in der Zeit im Ausland auch persönlich weiter und sammelt Unmengen an Erfahrungen, die den Charakter festigen und euch in eurem späteren Leben helfen werden.

Und nicht zuletzt bleibt die Hoffnung bestehen, dass diese Zeit etwas dauerhaft in euch verändert: nämlich euer Bewusstsein für das, was auf der Welt geschieht – auch wenn es in den Medien vielleicht nicht zu sehen ist. Bereits Thomas Carlyle hatte dieses Bewusstsein und einen eisernen Willen: „Die Zeit ist schlecht? Wohlan. Du bist da, sie besser zu machen.“