Bei einer Work and Travel Reise nach England darf eine Rundreise in den Süden Englands natürlich nicht fehlen. Viele, die in Cornwall waren sagen, dass man den südlichen Teil der Insel unbedingt einmal gesehen haben muss. Aber warum genau diese Gegend Englands so sehenswert ist, zeigen wir euch in unserem heutigen Beitrag über den Süden.

Südengland

In England gibt es beides: moderne Städte und ruhige, wenig bevölkerte Gegenden. So ist es auch an der Südküste. In Städten wie Dover, Hastings, Eastbourne und Brighton kann man neben der atemberaubenden Landschaft, die aus weiten, saftig grünen Flächen, steilabfallenden Klippen und steinigen Küsten besteht, auch das urbane britische Leben kennenlernen. Gemütliche Pubs in kleinen Nebenstraßen, backsteinartige Kirchen und Häuschen und verwinkelte enge Gässchen vermischen sich hier mit internationalen Hotelketten, wichtigen Bürogebäuden und modernen Shoppingmöglichkeiten (und ziemlich coolen Bekleidungsgeschäften 😉 ). Es gibt viel zu sehen: In Dover locken die weißen Kreideklippen, die 106 Meter in die Höhe ragen und aufgrund des enthaltenen Kalks weiß strahlen. Das kann man schon von weitem aus sehen. Besonders imposant ist der Anblick wenn man von Calais oder Dünnkirchen aus mit der Fähre nach Dover übersetzt. In Hastings kann man neben der alten Burg geheimnisvolle Schmugglerhöhlen besichtigen und sogar hineinklettern. In Eastbourne gibt es den Beachy Head, den man erklimmen kann. Beachy Head ist die höchste Klippe an der Südküste, an deren Fuß ein Leuchtturm gebaut wurde. Da er umgeben von Wasser unten vor der Klippe steht, sieht man ihn nur, wenn man sich ein wenig über die Klippe beugt. Auch wenn es ein wunderschönes Fotomotiv ist – bitte nicht zu weit rüberbeugen! ;).

Bournemouth Küste

In Brighton sollte man sich auf gar keinen Fall die Altstadt mit den kleinen „Lanes“ entgehen lassen, in denen es kleine Cupcake Cafés, Schmuck- und Vintageläden, sowie einen Flohmarkt gibt. Auch der im indischen Stil erbaute Tempel von King George, der Royal Pavillion, ist ein Besuch wert. In Brighton gibt es übrigens auch einen Urban Outfitters, einen Topshop und einen Allsaints. Wer also neben der ganzen Kultur von der Shoppingwut gepackt wird, der wird in Brighton auf jeden Fall fündig. Nicht umsonst steht die Stadt für ausgefallene Mode und neue Trends.

Fährt man weiter an der Küste entlang kommt man zu den früheren Fischersiedlungen Bournemouth, Plymouth und Southampton, die nun zu großen Städten herangewachsen sind. Vor deren Küste liegt die Isle of Wight, auf der es ebenfalls zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bestaunen gibt. Das sind zum Beispiel das Osborne House, das Carisbrooke Castle und das Yarmouth Castle.

Bournemouth Pier

Weiter südlich gelegen, liegt die Stadt Exeter. Dort, in der Exeter Cathedral, kann man eine der  ältesten astronomischen Uhren Englands sehen. Auch die kleine Altstadt ist sehr sehenswert.

Ist die Landschaft, durch die man fährt, zuerst noch von grünen Wiesen und bunten Blumen bestimmt, so ändert sie sich fast schlagartig, wenn man in das nahe gelegene Moor, dem Dartmoor Nationalpark, kommt. Feuchte, fast schwüle Luft schafft hier die idealen Voraussetzungen für Moospflanzen aller Art. Der Nebel, die karge Landschaft und die Verlassenheit der Gegend lässt das Moor sehr gespenstisch wirken.  Unheimlicherweise befindet sich auch ein Gefängnis für Schwerstkriminelle und die Verbrecher, die zur lebenslangen Haft verurteilt wurden im Moor, nämlich in dem Städtchen Princetown. Da sich rings um das Gefängnis nur Moorlandschaft befindet, ist eine erfolgreiche Flucht fast ausgeschlossen.

Bournemouth-Strandhütten

Während das Dartmoor noch in der Grafschaft Devon liegt, so gelangt man an Plymouth vorbei in Richtung Westen nach Cornwall. Im Örtchen Marazion sollte man auf jeden Fall einmal halten, denn dort findet man das Kloster St. Michaels Mount. Nur bei Ebbe kann man es zu Fuß erreichen, sonst muss man mit einem Motorboot übersetzen, um es besichtigen zu können.

Auch das Minack Theater, ein in den Fels gemeißeltes, Open-Air Amphitheater ist eine besondere Sehenswürdigkeit. Dort kann man die Aussicht, den wunderschönen Garten und das imposante Theater mit den Torbögen und der traumhaften Kulisse genießen. Wenn man Glück hat, kann man hier im Sommer Delfine vorbeischwimmen sehen.

Ein weiteres besonderes Ziel ist Tintagel Castle in dem kleinen malerischen Ort Tintagel. Der Sage nach wurde in diesem Schloß, was sich auf der Spitze einer Klippe befindet, die man nur durch einen engen und steilen Pfad erreichen kann, König Artus geboren. Auch Merlins Höhle, in der er angeblich wohnte, soll hier gewesen sein. Tatsächlich befindet sich am Fuße der Klippe ein Eingang zu einer großen Höhle.

England hat also sehr viel mehr zu bieten als nur Regenwetter und nasse Füße! 😉 Wer sich für weite Landschaften, eine vielfältige Natur, alte Bauwerke und überlieferte Sagen interessiert, ist in England jedenfalls sehr gut aufgehoben!