Worauf freut ihr euch am meisten, wenn ihr ans Verreisen denkt? Auf die Sehenswürdigkeiten, die Freizeit, die fremde Sprache? Oder sind es vielleicht doch die kulinarischen Köstlichkeiten, die euch in ferne Länder und in ihre Falle locken? Geht ja auch schneller als gedacht! Denn wer an Urlaub denkt, sehnt sich primär danach, einfach mal die Seele baumeln zu lassen und das Leben genießen zu können. Welche heimtückischen Gefahren das fremdländische Essen so birgt, bleibt meist auf den ersten Blick verborgen. Die Nachwirkungen treten schleichend und für einen selbst oft unbemerkt ein: Gewichtszunahme, Bluthochdruck, Verdauungsprobleme – diese Phänomene sind während oder nach einem Auslandsaufenthalt keine Seltenheit. Doch worauf müsst ihr achten und bei welchem Essen könnt ihr ungehemmt schlemmen?Fish and Chips

Wer einen Abstecher nach Argentinien macht, der sollte unbedingt das berühmte Churrasco-Steak vom Grill probieren, dazu ein kühles Bier oder ein erlesener Wein – mehr braucht es nicht zum idealen Urlaubs-Feeling. Eine leckere Variante stellen die sogenannten Empanadas dar, bei denen es sich um mit allem erdenklichen Inhalt gefüllte Teigtaschen handelt. Befindet ihr euch nur auf der Durchreise, bleibt euch kaum etwas anderes übrig, als einfach alles zu probieren. Wer aber vorhat, länger zu bleiben, zum Beispiel mit Work and Travel, der sollte etwas mehr aufpassen. Denn gerade die Teigtaschen sind bei übermäßigem Verzehr schwer bekömmlich, besonders in Kombination mit reichhaltigen Getränken wie Bier oder Rotwein. Seid mit neuen Speisen generell ein wenig vorsichtig und tastet euch langsam an größere Mengen heran! Man weiß nie, wie der Körper wohl reagieren mag. Ist der Magen erst einmal verdorben, weil das Fleisch zu roh oder die Teigmenge zu viel war, dann ist das Urlaubs-Feeling auch ganz schnell wieder vorbei.English Breakfast

Vorsicht auch bei der englischen Küche: hier trieft es oft nur so vor Fett. Fish and Chips, Barbecues, Würstchen mit Eiern und Speck, dazu eingelegte Bohnen. Klingt deftig, ist es auch! Wer sich in Australien, Neuseeland oder England aufhält, der wird kaum um diese Spezialitäten herumkommen. Ganz auf sie verzichten sollte man auch nun wirklich nicht. Wer fährt schon in ein fremdes Land, ohne die dortige Küche zu kosten? Doch wie überall im Leben geht es in diesem Fall schlicht um das richtige Maß. Das sehen die Köche ebenfalls so und versuchen ihre Gerichte etwas abwechslungsreicher und bekömmlicher zu gestalten. Versucht euch, trotz der verführerischen Auswahl an deftigen Leckereien, gesund zu ernähren! Andernfalls müsst ihr nach dem Essen erst einmal ein Verdauungsschläfchen machen, das euch wertvolle Zeit in einem aufregenden Land kostet. Merke: Je höher der Kaloriengehalt der Speisen, desto mehr Energie benötigt der Körper zur Verarbeitung und desto weniger Energie steht euch für den restlichen Tag zur Verfügung. Wer ein wenig auf seine Ernährung achtet, passt länger in seine Hosen und verschläft nicht seinen kompletten Urlaub. Dabei spricht natürlich nichts gegen eine köstliche Tüte Fish and Chips, wenn euch gerade danach ist. Die Menge macht’s!Französische Boulangerie

Für die Schleckermäulchen unter euch könnten die Süßspeisen Frankreichs zum Verhängnis werden: Madeleines, Macarons, Croissants und Eclaires – allein der Blick in die Auslage einer Boulangerie lässt einem das Wasser im Mund zusammen laufen. Egal, ob ihr ein Auslandspraktikum macht oder als Au-Pair arbeitet, die regionalen Leckereien müsst ihr unbedingt probieren! Spätestens nach dem ersten Biss werdet ihr nicht genug kriegen können. Vorsicht: Suchtpotential! Da fragt man sich doch ernsthaft, wieso die Franzosen alle derart schlank und schick sind, während man sich sein Eclaire mit Karamell-Füllung auf der Zunge zergehen lässt. Wahrscheinlich doch wieder nur ein Klischee. Der französische Durchschnittsbürger ist eben genauso wenig immer schlank, wie die Deutschen immer in Tracht herumlaufen. Was man allerdings mit absoluter Sicherheit sagen kann, ist: Die Franzosen backen wie keine andere Nation! Himmlisch lecker und unfassbar ungesund – da lauert wieder einmal das Kalorienteufelchen. Bei einer solchen Fülle an wohlschmeckenden Gebäckstücken heißt es daheim wohl erst mal abnehmen. Denn in Frankreich keine Süßspeisen zu essen, das geht nicht und sollte als Beleidigung der einheimischen Küche verboten werden. Dafür sind sie einfach zu köstlich.

Mal abgesehen von der Gewichtszunahme und den eventuellen Verdauungsstörungen bieten fremde Länder noch andere Gefahren. Zum Beispiel wirkt der Alkohol in manchen Regionen stärker als in anderen. So wird man in Bolivien aufgrund der Höhe schneller betrunken, während die Einheimischen sich längst an die anderen Umstände gewöhnt haben und außergewöhnlich trinkfest sind. Lasst euch euer Chicha, ein bolivianisches Maisgebräu, schmecken, aber hört ein wenig auf euren Körper. Ihr wollt euch ja nicht gleich am ersten Abend blamieren und beschwipst unter dem Tisch liegen.

Fazit? All die neuartigen Sinneseindrücke sollten euch nicht zu sehr berauschen, da eure Reise sonst unweigerlich darunter leiden würde. Gemäßigter Konsum von Lebensmitteln und Getränken schränkt euch nicht ein, sondern ermöglicht euch eine fabelhafte Zeit in einem faszinierenden Land, das es zu erkunden gilt. Wer sich bis zum Anschlag mit ungesundem Essen vollstopft oder einen über den Durst trinkt, kann wenig aus seinem Auslandsaufenthalt herausholen – im Übrigen sollte gleiches auch für euer Leben zu Hause gelten. Zügelt euch ein wenig und genießt die spannende Zeit! An jeder Ecke warten schließlich neue Versuchungen…