Bei einem Work and Travel-Aufenthalt, vor allem auf einem anderen Kontinent, gibt es vieles vorzubereiten. Neben dem Visum, einem gültigen Pass, Flugtickets und einer Hostelbuchung für die ersten Tage, können und sollten auch bereits die Bewerbungsunterlagen in der Heimat vorbereitet werden. Um die richtigen Unterlagen mitzunehmen und sich optimal vorzubereiten, sollte man sich darüber im Klaren sein, in welcher Branche man arbeiten möchte. Danach kann dann entschieden werden, was genau mit in den Rucksack gepackt wird. Als letzter Schritt folgt dann, die Bewerbungsunterlagen vor Ort richtig einzusetzen, um einen passenden Job zu bekommen.

Bewerben im Ausland: Job SearchCopyright  JulieWalraven

In welcher Branche möchte ich arbeiten?

Bevor es an die Vorbereitung der Unterlagen geht, sollte man sich überlegen, in welchen Branchen eine Bewerbung in Frage kommt. Dazu ist es durchaus sinnvoll, sich vorher zu informieren, wie der Arbeitsmarkt im jeweiligen Land aussieht und welche Jobs dort für Backpacker angeboten werden. Im Internet können sich bereits Stellenangebote angeschaut werden, um herauszufinden, welche Fähigkeiten und Dokumente Arbeitgeber verlangen.

Typische Arbeitsbereiche für Backpacker liegen im Tourismus, der Hotellerie und Gastronomie. Ob als Kellner, Küchenhilfe, Housekeeper oder am Empfang eines Hotels, besonders zur Hochsaison lassen sich hier viele Jobs finden. In einigen Ländern kommen auch Farmarbeit, Erntejobs oder ähnliches in Frage. Aber auch Bürojobs, Jobs im Einzelhandel oder auf dem Bau kommen für Backpacker in Frage.

Bewerben im Ausland: Block und StiftCopyright shawncampbell

Bewerbungsunterlagen – Was muss mit?

Um sich bei einem Work and Travel-Aufenthalt für einen der typischen Aushilfsjobs zu bewerben, ist das wichtigste Dokument ein englischer Lebenslauf, ein Curriculum Vitae, kurz CV. Der CV ist etwas anders als der deutsche Lebenslauf: Beispielsweise wird kein Foto beigefügt und die Berufserfahrung wird nicht chronologisch aufgezählt, sondern das aktuellste wird zuerst genannt. Wer noch nicht viel Joberfahrung vorweisen kann, sollte auch noch erwähnen, welche Aufgaben und Verantwortungen im jeweiligen Job übernommen wurden. So bekommt der Arbeitgeber einen Eindruck von den Fähigkeiten des Bewerbers. Aufgrund dieser Abweichungen vom deutschen Lebenslauf, sollte der CV nicht einfach Wort für Wort übersetzt werden, sondern auch umstrukturiert werden. Weitere Dokumente, die sich bei der Jobsuche als hilfreich erweisen könnten, sind Schul-, Abitur- und Arbeitszeugnisse, aber auch andere wichtige Auszeichnungen. Diese können vor allem bei anspruchsvolleren Jobs oder Praktika benötigt werden. Da die Dokumente in der deutschen Fassung nicht für englischsprachige Arbeitgeber geeignet sind, sollten diese bereits vor der Abreise übersetzt werden. So eine Fachübersetzung kann zum Beispiel von FORISlingua angefertigt werden.

Um die die Bewerbung vor Ort so einfach wie möglich zu machen, sollten die vollständigen Bewerbungsunterlagen ausgedruckt in einer Mappe und zusätzlich auf einem USB-Stick aus dem Heimatland mitgenommen werden. Das spart vor Ort Zeit und die lange Suche nach einem Copyshop fällt weg, bevor es mit dem Bewerben losgehen kann.

Bewerben im Ausland: Schwarzes Brett Copyright ilich202

Wie gehe ich vor Ort vor?

Nach der Ankunft und dem Einleben im Land steht dann endlich die Bewerbung an. Wer sich für gewöhnliche Backpackerjobs interessiert, benötigt meistens nur einen CV mit seinen Joberfahrungen. Die Jobsuche erfolgt dann übers Internet, die Zeitung, schwarze Bretter oder bei einem Gang durch die Stadt. In Restaurants oder Geschäften hängen oft Zettel mit offenen Stellen im Schaufenster. Hier genügt es meist, einfach seinen CV vorbeizubringen. Schwarze Bretter, vor allem in Hostels, sind außerdem eine gute Fundgrube für typische Backpackerjobs. Wer lieber spezieller sucht, kann dies im Internet oder in Tageszeitungen tun. Hier ist es hilfreich, sich bereits vor der Abreise zu informieren, welche Internetseiten und Zeitungen für die jeweilige Stadt am besten geeignet sind.