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Kangaroo Island – Australiens Wildlife Abenteuer

Kangaroo Island, im Süden Australiens und ungefähr 110 Kilometer entfernt von Adelaide, ist, nach Tasmanien und Melville Island, die drittgrößte Insel des Kontinents und ein echtes Paradies für jeden Natur- und Tierliebhaber. Die etwa 150 Kilometer lange und 50 Kilometer breite Insel ist bekannt für seine wilde Tierwelt. Einheimische Tiere können hier in freier Wildbahn und in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden. „KI“, wie die Locals die Insel auch nennen, ist eine knapp einstündige Fährfahrt vom australischen Festland entfernt und doch erwartet den Besucher eine völlig andere Welt. Unberührte Landstriche, eine artenreiche Tierwelt und einzigartige Naturerscheinungen machen Kangaroo Island zu einem der sehenswertesten Gegenden Australiens.

Kangaroo Island von rogersmithpix

Copyright: rogersmithpix

Wildlife – Kängurus, Koalas und Seelöwen hautnah erleben

Kangaroo Island ist ein absolutes Wildlife Abenteuer. Nicht umsonst wird es „Zoo ohne Zäune“ genannt. Aufgrund der Trennung vom australischen Festland ist die Tier- und Pflanzenwelt hier ziemlich einzigartig. Da vor rund 10.000 Jahren die Insel durch den Anstieg des Meeresspiegels vom Festland isoliert wurde, haben hier viele Tierarten, die auf dem Festland bereits ausgestorben sind, wie bspw. das Tammar Wallaby, überlebt. Auch Koalas haben sich auf Kangaroo Island so stark vermehrt, dass sie mittlerweile sogar vereinzelt sterilisiert werden müssen. Überall auf „KI“ trifft man außerdem auf australische Seelöwen, neuseeländische Fellrobben, Opossums, Schnabel- und Ameisenigel, Zwergpinguine und natürlich auf Kängurus. Viele von ihnen sind jedoch nachtaktiv und kommen eher in den Abendstunden aus ihren Verstecken, um auf Nahrungssuche zu gehen. Wer die Sichtung von den liebenswerten Tierchen jedoch nicht dem Zufall überlassen will, der sollte die Orte der Insel ansteuern, an denen Seelöwe, Koala und Co. zu Hause sind.

Kangaroo Island: ein neugieriges Känguruh von NokesCopyright: Nokes

Die Seal Bay an der Südküste der Insel ist seit tausenden von Jahren die Heimat zahlreicher australischer Seelöwen. Nirgendwo sonst auf der Welt kann man die Ohrenrobben so nah erleben wie hier, wenn sie sich nach dem Jagen die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Der beste Ort, um auf eine Koala-Population zu treffen, ist im Hanson Bay Wildlife Sanctuary im Westen von Kangaroo Island. Bei einem „Koala Walk“ durch unberührte Eukalyptuswälder haben Besucher die Möglichkeit die putzigen Beutelbären in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Insgesamt gibt es auf Kangaroo Island rund 15.000 Koalas und mehr als 400.000 Kängurus und Wallabys sowie 30.000 Pelzrobben. Die Chancen stehen also nicht schlecht den Wildtieren zu begegnen. Vor allem die hier lebenden Kängurus sind sehr zutraulich und wenig scheu, da sie keine Feinde kennen.

Naturräume – weiße Sandstrände, dichte Wälder und kleine Wüsten

Mehr als ein Drittel der gesamten Inselfläche wird durch Nationalparks geschützt, damit die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt von Kangaroo Island bewahrt werden kann. „KI“ ist aber nicht nur für das Wildlife bekannt, sondern auch für seine atemberaubenden Landschaften. Kangaroo Island strotzt nur so vor wunderschönen langen Sandstränden, schroffen Küstenlandschaften, dichten Wäldern und riesigen Sanddünen. Durch die Insel führt kein Busnetz, dafür kann man die vielfältige Natur auf vielen malerischen Wanderwegen und Trackingpfaden erkunden.

Kangaroo Island: Der Amerian River von TillmannLucasCopyright: TillmannLucas

Einer der bekanntesten Nationalparks der Insel ist der Flinders Chase Park am westlichen Ende der Insel. Abenteuerliche Wanderwege durch undurchdringliche Wälder führen zu einsamen Stränden und außergewöhnlichen Naturphänomenen. Zu den Highlights des Parks zählen die „Remarkable Rocks“, bizarre Felsformationen auf einem Plateau über der Küste. Wind und Wetter haben die riesigen Felsen über Jahrtausende geformt. Die in verschiedenen Gelb-, Orange- und Rottönen leuchtenden Gesteine sind ein regelrechter Touristenmagnet und ein begehrtes Fotomotiv. Ein weiteres Wunder der Natur ist eine zum Meer hin offene Höhle, namens „Admirals Arch“. Neben vielen Stalaktiten und der rauen See, trifft man auch hier auf die süßen neuseeländischen Fellrobben.

Kangaroo Island hat einige der wunderbarsten Strände von Australien zu bieten. So zählt die Vivonne Bay im Süden wahrscheinlich zu einem der schönsten Strände des Kontinents: weißer, feiner Sand und türkises, kristallklares Wasser eignen sich herrlich zum Relaxen, Schwimmen, Surfen oder Fischen. Aber auch die Stokes Bay im Norden und Pennington Bay im Südosten lassen keine Wünsche offen.

Eine weitere, wieder ganz andere, Landschaft befindet sich im Innern der Insel. Sanddünen aus feinstem Sand ragen in der sogenannten „Little Sahara“ in die Höhe, sodass so mancher Besucher meinen könnte, er stehe mitten in der afrikanischen Wüste. Wer schon mal hier ist, sollte sich auf jeden Fall ein Sandboard ausleihen und die Dünen hinunter surfen. Kangaroo Island ist also ein echter Geheimtipp in Australien. Wer sich während seines Work and Travels in der Nähe von Adelaide aufhält, sollte unbedingt einen Abstecher auf die Insel machen. Von Adelaide aus werden vielfach Tagestouren dorthin angeboten.

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