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Wie wichtig sind Fremdsprachen im Beruf?

„So geht es oft mit einer Unterhaltung: Nach einer Weile vergeblicher Auseinandersetzung merkt man, dass man gar nicht von derselben Sache gesprochen hat.“ (André Gide)

Wer kennt dieses Problem nicht? Nun stelle man sich vor, dass mindestens einer der Beteiligten nicht einmal in seiner Muttersprache kommuniziert hat. Der Irrtum wird dadurch umso größer. Aber warum ist es so wichtig, den anderen richtig zu verstehen? Im Privatleben klären sich Missverständnisse zum Glück recht schnell wieder auf, aber wenn man im Beruf auf einer Fremdsprache verständigen muss, wird die Sache erheblich schwieriger und folgenschwerer.

Fremdsprachen im Beruf: Internationalisierung im AlltagInternationalisierung

Fakt ist, dass aufgrund der Globalisierung immer mehr transnationale Unternehmen gegründet werden, bzw. sich bestehende Unternehmen in den Bereichen Handel, Produktion, Finanzen und Dienstleistungen über Landesgrenzen hinweg zusammenschließen. Die Zahlen der United Nations Conference on Trade and Development (kurz: UNCTAD) belegen dies eindeutig: Die Anzahl multinationaler Firmen hat sich seit den 60er Jahren bis zum Jahr 2008 mit 82.000 Unternehmen mehr als vervierfacht. Was die Tochterunternehmen betrifft, sind die zu vergleichenden Zahlen sogar noch deutlicher gestiegen. Für die Auslandsbeziehungen, sei es im Schriftverkehr, über Telefon oder in direkten Gesprächen, werden deshalb immer mehr sprachlich kompetente Mitarbeiter benötigt.

Die wichtigsten Business-Sprachen

Die meisten transnationalen Konzerne sowie eine Vielzahl ihrer Tochterunternehmen befinden sich laut UNCTAD in Europa. Aber auch nach China, Ost-/Südostasien und Lateinamerika wird expandiert. Neben den „großen“ Weltkonzernen haben mittlerweile auch mittelständische Betriebe begonnen, Produktionsstätten und Niederlassungen im Ausland zu gründen. Englisch ist im Beruf nach wie vor die Nr. 1 und die offizielle Weltverkehrssprache. Deshalb gehört in den meisten Firmen ein bestimmtes Niveau an Business English bereits zum Standard. In eingen Berufen wird sogar eine zweite europäische Fremdsprache wie in vielen Fällen Französisch, Spanisch, Italienisch oder Russisch vorausgesetzt. Unter einer großen Anzahl an Sprachen-Lernenden kann man heutzutage nur noch besonders hervorstechen, indem man sich zusätzlich auf eine „exotische“ Sprache wie Chinesisch (Mandarin), Arabisch oder eine Sprache Osteuropas spezialisiert.

Fremdsprachen im Beruf: Sprachgenies sind gefragtVorteile eines Sprachengenies       

Basis einer guten Geschäftsbeziehung ist vor allem eine reibungslose Kommunikation. Ist diese nicht gewährleistet, kann man sich nicht sicher sein, ob das Gesagte richtig beim Gesprächspartner der eigenen oder einer Fremdfirma angekommen ist. Weniger Missverständnisse können überdies aufkommen, wenn man kein Gespräch von Englisch zu Englisch (jeweils angelernt) führt, sondernwenigstens einer in seiner Muttersprache spricht und der andere diese Landessprache gelernt hat. Solche Personen sind für Unternehmen wahres Gold wert und werden sehr geschätzt, da sie durch ihre besonderen Sprachkenntnisse unentbehrlich sind. Neben Englisch eine oder mehrere Fremdsprachen sprechen zu können, kann neben einer einfacheren Verständigung im Beruf auch einen weiteren Vorteil bieten: Die Karriereleiter lässt unter Umständen sich leichter erklimmen. Wer sich durch seine speziellen sprachlichen Fähigkeiten auszeichnet, hat gegenüber anderen Mitarbeitern einen großen Vorsprung an Qualifikation. Eine Fremdsprache in seinem Lebenslauf aufzuführen heißt nicht nur, die Sprache zu beherrschen, sondern ist außerdem begleitet von positiven Konnotationen wie Ehrgeiz, Disziplin und Lernwillen.

Bedarf an Sprachlernsystemen

Natürlich haben sich diese Vorteile unter Beschäftigten bereits herumgesprochen. Viele schon ausgelernte Mitarbeiter bilden sich in regelmäßigen Abendkursen weiter, buchen eine Sprachreise oder versuchen, sich eine Sprache durch Selbstlernprogramme beizubringen. Welche Art von Lernen für wen am geeignetsten ist, muss jeder selbst herausfinden. Dennoch lässt es sich nicht leugnen, dass man eine Fremdsprache am besten vor Ort lernt. Leider ist damit aber oft ein großer organisatorischer und finanzieller Aufwand verbunden, den sich viele nicht leisten können. Um aber die Lernsituation so authentisch wie möglich zu gestalten, gibt es mittlerweile eine Vielzahl von interaktiven Sprachlernprogrammen, wie z.B. www.papagei.com/de/. Man registriert sich auf der entsprechenden Internetseite und kann sich flexibel für eine Lernoption entscheiden. Diese online Intensivkurse enthalten verschiedenste hochaktuelle Multimedia-Features wie Videos, Filme, Dialoge und Vokabel- und Aussprachetrainer.

Fremdsprachen im Beruf: Weiterbildungen im SprachkursDas gewisse Etwas

Für welche Fremdsprache und welche Art zu lernen man sich auch entscheidet, man sollte sich immer vor Augen führen, dass man persönlich weit mehr lernt als „nur“ die Sprache. Zu einer Sprache gehört eine ganze Litanei an Soft Skills, die Tonlage und Art zu sprechen, die Kultur, soziale Konventionen und die nonverbale Kommunikation. Kurz: Man entwickelt ein Gespür für die kulturellen Gepflogenheiten und die Mentalität des Landes. Wenn das ein ausländischer Partner im Gespräch erkennt, dann wird einem diese Bemühung um eine bestmögliche Verständigung große Sympathie einbringen und der Dialog wechselt auf eine ganz andere Ebene von Kommunikation. Und schließlich gilt, was Goethe schon wusste: „Es hört doch jeder nur das, was er versteht.“

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